13.12.2018

von B° RB

Daniel Schmahl & Classic Rebells

20. Kissinger Winterzauber: Daniel Schmahl & Classic Rebells

Daniel Schmahl & Classic Rebells

Johann Sebastian Bach zwischen Trompete, Mojito und Jazz bei „Bach in Blue“.

Im Rahmen des 20. Kissinger Winterzaubers entführen am Freitag, 28. Dezember, Daniel Schmahl & Classic Rebells als Grenzgänger zwischen Klassik und Jazz ihre Zuschauer auf eine fantastische Reise zu unerhörten Klangwelten Bachs: Hier trifft Jazz auf Kontrapunkt, die Hammond faucht, die Trompete singt und die 6string Violine gibt das Orchester. Das Konzert findet um 19:30 Uhr im Kurtheater statt.

An diesem Abend können Zuschauer live bei der Wiederentdeckung einer verlorengegangenen Sendung von Johann Sebastian Bach dabei sein:

Köthen 1723. Johann Sebastian Bach packt sorgsam Stapel von Noten für seinen Umzug nach Leipzig zusammen. Dabei auch ein Extrapaket für seine Freunde Johann Georg Pisendel und Johann Gottfried Reiche. Doch diese Sendung sollte nie ankommen: in den Wirren der Leipziger Messe geriet Bachs Sendung statt nach St. Thomas (Kirche), auf die gleichnamige Zuckerrohrinsel in der Karibik. Dort reifte sie, wie ein guter Rum, die letzten 300 Jahre und das Ergebnis ist einzigartig: Feurige Eleganz mit funkelnden Facetten, leichtrauchige Anklänge von Tabak, verführerisch- laszive Vanille nebst einem süßen Hauch von Schokolade machen Bachs Musik zu einem sinnlichen Erlebnis allererster Güte.

Informationen zu den Künstlern

Daniel Schmahl (Trompete, Flügelhorn, Piccolo-Trompete) ist geboren 1969 in Potsdam und stammt aus einer Musikerfamilie. Sein Vater, Gustav Schmahl, war einer der bedeutendsten deutschen Sologeiger der Nachkriegszeit. Bevor Daniel Schmahl mit 16 Jahren bei einem Konzert mit Ludwig Güttler seine Leidenschaft für die Trompete entdeckte, spielte er Geige, Fagott, Klavier und nahm Gesangsunterricht. 1992 begann er das Studium im Fach Trompete an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und schloss dieses 1998 an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar mit dem Examen ab. Daneben absolvierte Daniel Schmahl Meisterkurse u.a. bei Malte Burba, Ludwig Güttler sowie dem Ensemble „German Brass“. 1999 gab er als Solist mit Mitgliedern der Neubrandenburger Philharmonie sein Debüt bei dem „Konzert für Corno da caccia und Orchester“ von J. J. Quantz. Seither arbeitet Daniel Schmahl erfolgreich als selbstständiger Solokünstler. Als einer der gefragtesten Trompeter seiner Generation trat Daniel Schmahl bisher u.a. in der Berliner Philharmonie, der Philharmonie St. Petersburg, dem Konzerthaus Berlin, beim Musikfest Stuttgart, dem „Jazz in June“ Festival in Hannover sowie in der Thomaskirche Leipzig auf. 2014 ging einer seiner Kindheitsträume in Erfüllung: Auf Einladung des Leipziger Bachfestivals spielte er zusammen mit seinem Ensemble das Open-Air-Konzert auf dem Leipziger Marktplatz vor 3500 begeisterten Zuhörern. Daniel Schmahl gilt als einer der Grenzgänger zwischen Alter Musik, früher Moderne und dem Jazz, der nach ungewöhnlichen Interpretationsmöglichkeiten sucht und musikalisch neue Wege beschreitet.

Der aus dem vogtländischem Musikwinkel gebürtige Multiinstrumentalist Matthias Zeller (Violine) beschäftigte sich schon früh mit den Klangmöglichkeiten der Geige und der Auslotung ihres Potentials. Als Geiger spielte er schon auf unzähligen CD ́s mit, vom Label Raumklang bis hin zu Produktionen mit dem MDR. Matthias Zeller war Finalist bei großen Wettbewerben und hat auch als Komponist und Arrangeur einen exzellenten Ruf. Um die Expressivität der Violine auch auf großen Bühnen spürbar zu machen, erfüllte er sich einen Traum und ließ sich von John Jordan (USA) eine 6saitige E-Violine bauen, deren klangliche Möglichkeiten von sanften Gambentönen bis hin zu Jimmy Hendrixartigen, rockigen Sounds reichen. Dieses unglaubliche Instrument ließ ihn zum begehrten Liveperformer auf großen Festivals und bei Multimedialen Projekten, wie auf dem Zeiss Planetarium Jena oder dem Liquid-Sound Festival, werden.

Marius Leicht (Hammond Orgel), ebenso aus dem vogtländischen Musikwinkel stammend, ist einer der wenigen, der das Instrument Hammond Orgel offiziell an einer Hochschule studiert hat. Neben dieser Qualifikation gilt er zudem als einer der Spezialisten für analoge Synthesizer und Tasteninstrumente. Er ist bei vielfältigen musikalischen Projekten gefragt, unter denen die Funkband „Fresh Ducks“ mit dem Gitarrenvirtuosen Martin Miller besonders hervorzuheben ist. Mit seiner Band „Polis“ widmet er sich der poetisch orchestralen Rockmusik und seine Improvisationsprojekte „Arbeitskreis für moderne Instrumentalmusik“ und „Mr. Vodoo und die feinen Herren“ arbeiteten u.a. mit Echo-Preisträgerin Carolina Eyck zusammen.

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